Treppenlifte langweilen Sie? Alternativen: innovativ bis zweckdienlich

Nicht immer lässt sich ein Treppenlift installieren. Menschen mit körperlichen Einschränkungen können in diesem Fall auf interessante Alternativen zurückgreifen. Hierzu gehören beispielsweise die weniger bekannten Treppensteiger und Treppenraupen als mobile Treppenlifte, aber auch die vielfach schon vorhandenen klassischen Aufzüge.

Wir möchten Ihnen nachfolgend diese Alternativen etwas näher vorstellen. Dennoch sollten Sie sich zunächst über die verschiedenen Möglichkeiten eines Treppenliftes informieren.

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1. Der Treppensteiger

Eine mögliche Treppenlift Alternative stellt ein sogenannter Treppensteiger dar.

1. 1. Was ist ein Treppensteiger?

Während Treppenlifte immer fest in einem Treppenhaus installiert werden, können Treppensteiger sehr flexibel eingesetzt werden.

Diese Transportmittel sind nicht an eine Treppenhausform oder einen speziellen Aufgang gebunden und somit universell einsetzbar.

Technisch gesehen, handelt es sich bei einem Treppensteiger um eine komfortable Sitzmöglichkeit mit Sicherheitsbügel und Armlehnen, der auf einer elektrischen Steighilfe befestigt ist.

1. 2. Für wen eignet sich ein Treppensteiger?

Elektrisch angetriebene Treppensteiger eignen sich für Menschen mit Gehbehinderungen, denen das Treppensteigen schwer fällt, die sich darüber hinaus jedoch ohne fremde Hilfe bewegen können. info-147927_1280 by OpenClipartVectors - pixabay.comTreppensteiger sind aber auch für Rollstuhlfahrer eine ideale Hilfe.

In jedem Fall wird die hilfsbedürftige Person in sitzender Weise transportiert.

 Im Gegensatz zum Treppenlift, der vom Betroffenen auch alleine bedient werden kann, sind Sie bei einem Treppensteiger auf die Hilfe einer anderen Person angewiesen. 

Diese Transporthilfen werden in heutiger Zeit auch immer häufiger auch von Pflegediensten und Sanitätern im mobilen Einsatz verwendet.

Treppensteiger werden oft auch als mobile Treppenlifte bezeichnet.

1. 3. Ein Beispiel: Der Treppensteiger Scalamobil

Sehr funktionell ist zum Beispiel der Treppensteiger der Marke Scalamobil einsetzbar.

Dieses Modell kann sowohl für gehbehinderte Menschen mit einer Sitzeinheit als auch für Rollstuhlfahrer verwendet werden.

Nachfolgende Herausstellungsmerkmale bietet das Scalamobil:

  • Mit Hilfe des patentierten Steigmechanismus können alle Treppenarten mühelos überwunden werden.
  • Mit einer Batterieladung können bis zu 300 Stufen geschafft werden.
  • Das max. Gesamtgewicht liegt bei 180 kg.
  • Das Scalamobil ist auch für sehr enge und geschwungene Treppen einsetzbar.
  • Die ErgoBalance-Griffe sorgen für eine einfache und sichere Bedienung.
  • Mithilfe eines intelligenten Steigsystems wird die Treppe nicht beschädigt.
  • Sicherheitsbremsen können an jeder Stufenkante stoppen und sorgen damit für höchstmögliche Sicherheit.
  • Das Scalamobil kann mit Sitzeinheit, für einen Schiebestuhl oder für einen Rollstuhl verwendet werden.

Das Scalamobil ist äußerst kompakt gehalten und kann somit auch bequem im Pkw mitgeführt werden. Hersteller ist die Ulrich Alber GmbH.

1. 4. Was kostet ein Treppensteiger?

Elektrische Treppensteiger sind eine nicht unerhebliche Anschaffung, allerdings ohne Sonderausstattung und in der einfachen Ausführung um einiges günstiger als ein herkömmlicher Treppenlift.

Treppensteiger sind in der einfachen Standardausführung schon ab rund 1000 Euro erhältlich.

Hier spielt natürlich der gewünschte Ausstattungsstandard eine Rolle. Modelle mit zusätzlichen Funktionen und Erweiterungen können auch schon mal 5000 Euro und mehr kosten.

Ein wenig günstiger sind Treppensteiger für Rollstuhlfahrer, da hierbei lediglich der Rollstuhl an die das Steiggerät fixiert werden muss.

Weitere Einsparungen sind möglich, wenn ein Treppensteiger treppenraupe

gekauft wird. Im Gegensatz zu einem Treppenlift sind hierbei keine umfangreichen Umbauten erforderlich, da diese Steighilfe universell in jedem Treppenhaus eingesetzt werden können.

Gute gebrauchte Treppensteiger können Sie nicht selten um bis zu 50 Prozent günstiger kaufen.

Besteht die körperliche Beeinträchtigung nur vorübergehend, dann besteht aber auch die Möglichkeit, sich einen Treppensteiger zu mieten. Je nach Anbieter werden die Mietkosten tage- oder wochenweise berechnet.

2. Worum handelt es sich bei einer Treppenraupe?

Eng verwandt mit dem Treppensteiger sind die Treppenraupen. Sie nutzen als Antrieb und Steighilfe keine Räder, sondern setzen auf Raupenketten, die aus rutsch- und abriebfestem Gummi bestehen.

Vorteilhaft ist, dass Treppenraupen mit wenigen Handgriffen zerlegt werden und somit auch bequem im Auto transportiert werden können. Treppenraupen werden vornehmlich von Rollstuhlfahrern verwendet.

2. 1. Die Treppenraupe Jolly

Die Besonderheiten der Treppenraupe Jolly im Überblick:

  • Jolly wird ausschließlich bei geraden Treppen eingesetzt, wobei eine feste Wandmontage nicht erforderlich ist.
  • Der Patient kann zusammen mit dem oberhalb fixierten Rollstuhl transportiert werden.
  • Es ist eine Begleitperson für die Bedienung erforderlich.
  • Auf geraden Ebenen oder Treppenabsätzen läuft die Raupe auf kleinen Rollen.
  • Neben einer regulierbaren Kopfstütze und Sicherheitsgurten gibt es auch eine Not-Aus-Taste.
  • Eine Batterieladung reicht für zirka 50 Stockwerke.
  • Das max. Transportgewicht liegt bei 130 kg.
  • Es können Treppen mit einer Neigung von bis zu 35 Grad oder einer Steigung von 70 % bewältigt werden.
  • Die max. Stufenhöhe darf nicht höher als 18 cm sein.

2. 2. Die Treppenraupe TK 100

Die Treppenraupe TK 100 wird auch Treppenkuli genannt und ähnelt im Aufbau dem zuvor beschriebenen Modell.

Nachfolgende Besonderheiten bietet diese Treppenraupe:

  • TK 100 ist für gerade Treppenläufe konzipiert und kann im Innen- und Außenbereich eingesetzt werden.
  • Die Raupe wird von einer Hilfsperson bedient.
  • Es können alle Standard- und Aktiv-Rollstühle fixiert werden.
  • Mit einer Akkuladung können bis zu 30 Etagen bewältigt werden.
  • Das max. Transportgewicht liegt bei 130 kg.
  • Die max. Steigung darf 35 Grad nicht übersteigen.
  • Ein selbsthemmendes Schneckengetriebe und eine elektrische Magnetbremse sorgen für höchste Sicherheit.

2. 3. Was kostet eine Treppenraupe?

Treppenraupen sind konstruktionsbedingt etwas aufwändiger verarbeitet als Treppensteiger mit Rollenmechanik, allerdings in der Regel immer noch günstiger als Hublifte oder Plattformlifte.

Günstige Treppenraupen ohne große Sonderfunktionen können ab 4000 Euro erworben werden.

Kostspieligere Modelle kosten allerdings auch schon mal bis zu 9000 Euro und mehr.

Im gebrauchten Zustand liegen die Preise deutlich darunter, so dass schon sehr gute Basismodelle ab etwa 1000 Euro erhältlich sind. Wenn Sie nur vorübergehend eine Treppenraupe benötigen, dann können Sie sich ein solches Modell auch mieten.

3. Der eigene Aufzug

Eine der komfortabelsten Alternativen stellt natürlich der eigene Aufzug dar. Verständlicherweise spielen hierbei die baulichen Gegebenheiten eine wichtige Rolle.

elevator-44012_1280 by ClkerFreeVectorImages - pixabay.comNicht in jedem Wohngebäude ist für den Einbau eines Aufzuges ausreichend Platz. Viele Hersteller sind aber auch in der Lage, außen am Haus einen solchen Lift zu installieren.

Aufzüge kommen in erster Linie für Immobilienbesitzer in Frage und nur in den seltensten Fällen bei Mietimmobilien.

3. 1. Die verschiedenen Aufzugsarten

Wenn Sie beispielsweise einen Aufzug in einem Privathaus installieren lassen möchten, stehen Ihnen folgende Aufzugsarten zur Auswahl:

  • der traditionelle Fahrstuhl,
  • der Senkrechtaufzug, speziell für Menschen mit körperlichen Einschränkungen,
  • der schachtlose Senkrechtaufzug,
  • die fest installierte Hebeplattform (Hublift bzw. Plattformlift) und
  • die mobile Hebeplattform

3. 2. Die Kosten für einen Aufzug

Die Preise für einen Aufzug können nicht von vornherein bestimmt werden.

In Bezug auf die Kosten kommt es immer auf das gewünschte Modell und auf die baulichen Gegebenheiten an.

Ein günstiger Personenaufzug für körperlich behinderte Menschen kostet bestenfalls 15000 bis 20000 Euro. Sind zusätzliche Arbeiten und Leistungen notwendig, kann ein Personenaufzug allerdings auch bis zu 50000 Euro kosten.

Für einen klassischen Fahrstuhl können ebenfalls bei Vorliegen einer Pflegestufe bei der Pflegeversicherung, bei der Berufsgenossenschaft oder bei der Rentenversicherung Zuschüsse beantragt werden. Diese werden jedoch meist nicht die Gesamtkosten decken können. Etwas günstiger sind beispielsweise die Plattformlifte.

4. Vergleich der Treppenlift Alternativen

Art: Besonderheiten:
Treppensteiger
  • günstiger als ein Treppenlift,
  • Hilfsperson erforderlich,
  • mobil einsetzbar
Treppenraupe
  • günstiger als ein Treppenlift,
  • Hilfsperson erforderlich,
  • mobil einsetzbar
Aufzug
  • teurer als ein Treppenlift,
  • komfortabel,- benötigt viel Platz.

Bevor Sie sich gegen einen Treppenlift und für eine der oben genannten Alternativen entscheiden, sollten sie sich auf jeden Fall noch einmal die Angebote der verschiedenen Hersteller ansehen und vergleichen!

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