Zuletzt aktualisiert am Juni 27, 2022
Neben den Anschaffungskosten spielt bei einem Treppenlift auch der Platzbedarf eine wichtige Rolle. Viele Betroffene sind der Auffassung, dass für einen Treppenlift ein überaus großes Treppenhaus vorhanden sein muss. Dies ist aber nicht der Fall. In mehr als 90 % aller Haushalte lässt sich problemlos ein Lift installieren. Auf dem Markt werden diesbezüglich die verschiedensten Modelle angeboten, die unter anderem auch für sehr schmale Treppen geeignet sind.
Wir möchten Ihnen hier kurz darlegen, wie sich ein Treppenlift installieren lässt, wenn wirklich nur sehr wenig Platz vorhanden ist.
1. Empfehlung der Treppenlift-Experten
Den erforderlichen Treppenlift Platzbedarf kann beispielsweise bei der Ortsbesichtigung der Experte und Berater des Treppenliftanbieters ermitteln. Diese Berater können anhand der baulichen Gegebenheiten am besten ermitteln, welche Art von Lifttyp in Ihrer Immobilie verwendet werden kann. Falls der Treppenaufgang insgesamt zu schmal ist, kann ggf. sogar das Treppenauge für einen Hub- oder Senkrechtlift genutzt werden.
In aller Regel sollte in einer privat genutzten Immobilie der Treppenaufgang über eine Breite von mindestens 70-80 cm verfügen.
Wenn Sie sich zum Beispiel eine ältere Bestandsimmobilie gekauft haben, ist es nicht ausgeschlossen, dass auch schmalere Treppen vorhanden sind. Vielfach bieten diese einen überaus steilen Aufgang oder die Treppenstufen übersteigen in der Höhe die DIN-Norm. Unabhängig davon können Ihnen zuverlässige Treppenliftanbieter mit ihren Fachleuten auch in diesem Fall mit Rat und Tat zur Seite stehen.
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2. Einen Treppenlift für schmale Aufgänge installieren
Die kleinsten Treppen-Sitzlifte erreichen im ausgeklappten Zustand eine Breite von 50 bis 60 Zentimeter. Daher lassen sich diese Modelle auch auf recht schmalen Treppenaufgängen installieren. In aller Regel müssen Sie hier auch keine baurechtlichen oder brandschutzrechtlichen Vorgaben in selbstgenutzten Privathäusern beachten. Insoweit müssen Sie mit einer Treppenlift Mindestbreite von rund 55 Zentimeter gut auskommen.
Wenn der Sitzlift nicht benutzt und somit eingeklappt wird, sind die meisten Modelle nur noch zwischen 30 und 40 Zentimeter tief. Ein gerader Treppenlift bereitet hierbei die wenigsten Probleme. Interessant sind dagegen die geschwungenen Auffahrten. Der Wartebereich auf Treppenabsätzen kann sich natürlich verringern. Jedoch ist in Privatimmobilien nicht immer gleichzeitig mit einem hohen Treppenhausverkehr zu rechnen.
Nicht unerwähnt bleiben soll, dass es jedoch beim Hinauftragen von Möbeln Probleme geben kann. Dann muss der Treppenlift zusammengeklappt so geparkt werden, dass er in diesem Fall nicht übermäßig stört. Auch hier können die erfahrenen Experten des Treppenliftanbieters Lösungen vorschlagen.

3. Wie sieht es eigentlich in Mehrfamilienhäusern aus?
In Miethäusern wohnen verständlicherweise mehrere Parteien. Das Gemeinschaftstreppenhaus muss so gestaltet sein, dass immer noch die benötigten Flucht- und Rettungswege vorgehalten werden. Für einen Treppenlift sollten in diesem Fall wenigstens eine Breite von einem Meter vorhanden sein. Eine Restlaufbreite von wenigstens 60 Zentimeter sind dabei zu beachten. Auf die vorherige Erlaubnis des Vermieters für den nachträglichen Einbau eines Treppenliftes soll hier nur kurz verwiesen werden. Ebenso kann auch das Bauordnungsamt entsprechende Auflagen anordnen.
Wichtig sind natürlich auch die entsprechenden Wartebereiche auf jedem Treppenabsatz. Diese sind wichtig, wenn Personen von oben oder unten einem Treppenliftfahrer entgegenkommen.
4. Übersicht über den verschiedenen Treppenlift Platzbedarf
Nachfolgend sollen die durchschnittlichen Platzbedarfe der verschiedenen Treppenliftarten aufgelistet werden:
- Sitzlift: Treppenlift Breite 50 bis 60 cm
- Plattformlift für Rollstuhlfahrer: Treppenlift Breite 60 bis 90 cm
- Hublift: Treppenlift Breite 60 bis 90 cm
- Senkrechtlift: Treppenlift Breite 60 bis 90 cm
Zu beachten ist, dass jeder Hersteller eigene Modelle anbietet. Ein vorheriger Vergleich bei einem Treppenlift mit wenig Platz kann hier weiterhelfen.
Die traditionellen Sitzlifte und Plattformlifte benötigen eine Führungsschiene, die entweder an der Wand entlang oder auf den Treppenstufen installiert wird. Dagegen werden die Hub- und Senkrechtlifte häufig im Treppenauge installiert, soweit dieses ausreichend Platz bietet. In größeren Treppenhäusern können die beiden letztgenannten Modelle auch neben der Treppe nach oben geführt werden. Ein Hublift findet man häufig im Eingangsbereich und zwar draußen. Damit werden steile Eingangstreppen zur Eingangstür überwunden.
Schauen wir uns noch an, wie die Treppenbreite für einen Treppenlift sein darf:
- Sitzlift: Treppenbreite um die 70 cm
- Plattformlift: Treppenbreite um die 80 cm
Bei den Hub- und Senkrechtliften geht es dagegen um die Grundfläche bzw. Bodenplatte. Diese kann unterschiedlich viel Platz einnehmen.
- Hublift: Platte um die 2 x 1,5 m
- Senkrechtlift: Platte um die 1,5 x 1,5 m
Anzumerken ist, dass auch in sehr beengten Treppenhäusern sich vielfach noch ein Lift einbauen lässt. Neben Standardausführungen können bestimmte Treppenliftanbieter Ihnen auch Spezialanfertigungen liefern. Dabei können sich die Anschaffungskosten etwas erhöhen.
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5. Auch für Rollstuhlfahrer gibt es platzsparende Lösungen
Rollstuhlfahrer sind ehedem in ihrer Mobilität stark eingeschränkt. Gerade im öffentlichen Raum gibt es hier noch großen Nachholbedarf. Doch wie sieht es eigentlich daheim aus. Der Treppenlift Rollstuhl Platzbedarf ist um einiges größer.
Hierzu gibt es zwei verschiedene Lösungen:
1. der platzsparende Rollstuhl- oder Plattformlift
2. der Sitzlift
Im ersten Fall muss neben einer Führungsschiene auch die klappbare Plattform installiert werden. Im ausgeklappten Zustand kann es auch auf engen Treppen dabei reicht schwierig werden. Gegenverkehr ist während der Fahrt auf der Treppe nicht mehr möglich. Es gibt glücklicherweise hier sehr kompakte Modelle, die einen Rollstuhl sehr sicher in die nächste Etage befördern. Die Mindesttreppenbreite liegt hier bei etwa 80 Zentimeter. Dies kann jedoch gerade in Gemeinschaftstreppenhäusern zu breit sein. Hier muss immer noch eine Restlaufbreite von 60 Zentimeter eingehalten werden.

Eine Alternative stellt der Sitzlift dar. Hierbei kommt es jedoch auf die eigene Mobilität des Rollstuhlfahrers bzw. der Rollstuhlfahrerin an. Idealerweise nutzt man in diesem Fall zwei Rollstühle. Ein Modell wird in der unteren Etage oder gar für Draußen genutzt und das andere Modell in der oberen Etage in der Wohnung. Auf diese Weise kommen Sie quasi auf der Treppe ohne Rollstuhl aus. Diese Alternative eignet sich insbesondere für sehr schmale Treppenaufgänge. Auch in Gemeinschaftstreppenhäusern kann dies eine gute Lösung darstellen, wobei die Flucht- und Rettungswege nicht beeinträchtigt werden.
Für die richtige Wahl bieten Ihnen die Experten der Treppenliftanbieter passable Lösungen. Wer zum Beispiel auf einen Plattformlift zugunsten eines Sitzliftes als Rollstuhlfahrer verzichtet, der sollte bei seiner Kranken- und Pflegeversicherung sicherheitshalber anfragen, ob nicht ein zweiter Rollstuhl eine günstigere Alternative darstellt.
6. Fazit
In den meisten Fällen kann auch auf sehr beengten Treppenaufgängen ein Treppenlift installiert werden. Nötigenfalls sollten Sie sich über Spezialanfertigungen informieren. Als Rollstuhlfahrer möchten wir wieder auf die Alternative mit Sitzlift und zwei Rollstühlen aufmerksam machen. Wichtig ist in allen Fällen, dass Sie sich vor dem Kauf eingehend informieren. Hier kann Sie ein zuverlässiger Treppenliftanbieter mit Sicherheit unterstützen.